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Feuerwehr Soderstorf

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Letzter Einsatz

24.07.2016

H 2 / PKW gegen Baum



( Bild anklicken ! )
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Termine im August 2016

Samstag 06.08.2016 um 14:00 Uhr
Kommunikation ELW

Samstag 13.08.2016
Dienst beim Heideblütenfest

Mittwoch 17.08.2016 um 19:30 Uhr
Atemschutzdienst

Mittwoch 24.08.2016 um 19:30 Uhr
Monatsdienst









Willkommen bei der
Freiwilligen Feuerwehr Soderstorf


Die Ortsfeuerwehr Soderstorf
ist eine der neun Feuerwehren der Samtgemeinde Amelinghausen im Landkreis Lüneburg.


Aktuelles
10.07.2016



Gebühren sorgen bei der Feuerwehr Amelinghausen für Unmut


Wenn ein Baum die Straße blockiert, der Keller ausgepumpt oder die Katze wieder eingefangen werden muss: In all diesen Fällen hilft die Feuerwehr. Früher bezahlten die Bürger der Samtgemeinde Amelinghausen für diese Einsätze relativ geringe Pauschalbeträge, neuerdings werden genau kalkulierte Gebühren fällig. Der Samtgemeinderat hat im vergangenen Jahr die Gebührensatzung der Feuerwehren geändert. Seitdem stellt die Verwaltung den Verursachern für Leistungen, die nicht zu den Pflichtaufgaben der Brandschützer gehören, 100 Prozent der Kosten in Rechnung. Das ärgert nicht nur manchen Bürger, sondern sorgt auch bei den Feuerwehren in Amelinghausen für Unmut. Denn letztlich müssen sie die Konsequenzen ausbaden.

93,55 Euro werden nach der neuen Satzung pro Feuerwehrkamerad je angefangene Einsatzstunde fällig, der Stundensatz für die Drehleiter liegt bei 1698,15 Euro, die einfache Tierrettung kostet bis zu 250 Euro. Die Gebühren an sich stellt Gemeindebrandmeister Henning Brockhöft nicht infrage. Aber er hält die 100-Prozent-Regelung für zu hoch.
Ein weiteres Problem sieht er im Umgang mit den treuen Unterstützern der Wehr. „Es hat schon ein Einwohner eine Spende an die Feuerwehr zurückgefordert, da er eine Rechnung über einen Feuerwehreinsatz von der Samtgemeinde bekommen hat“, sagt Brockhöft. „Leute, die bisher etwas Gutes für uns getan haben, machen jetzt nicht mehr mit.“

Sein Stellvertreter Uwe Meyer sieht sogar das gesellschaftliche Miteinander in Gefahr. „Wir sind im ländlichen Bereich häufiger auf die Hilfe der Landwirte angewiesen“, erklärt der Ortsbrandmeister in Amelinghausen. „Sie leihen uns zum Beispiel ihre Trecker, wenn ein Baum beseitigt werden muss, oder stellen uns ihre Wiesen zu Übungszwecken zur Verfügung.“ Damit könnte bald Schluss sein, fürchtet er. Denn bei der Bevölkerung sei der falsche Eindruck enstanden, dass die Feuerwehrmänner und -frauen für die Geldforderungen verantwortlich seien. Die Brandschützer müssen zwar jeden Einsatz genau dokumentieren, die Rechnungen stellt aber die Samtgemeinde aus. „Wir werden als Prellböcke hingestellt“, ärgert sich Uwe Meyer. „Die Samtgemeinde muss dringend die Bürger über die neue Gebührensatzung der Feuerwehren informieren!“

Amelinghausens Samtgemeindebürgermeister Helmut Völker weiß um die Problematik. „Wir müssen die Tarifstruktur überarbeiten, 100 Prozent sind zu viel“, räumt er ein. „Außerdem müssen wir regeln, wie wir künftig mit den Spendengebern umgehen.“ Entsteht einem aktiven, ehrenamtlichen Feuerwehrkamerad ein Schaden, springe aktuell der Ehrenamtsfonds der Samtgemeinde ein, sagt Völker. Aber diejenigen, die regelmäßig Geld für die Feuerwehr spenden, werden im Schadensfall bislang trotzdem zur Kasse gebeten. Dafür gelte es eine Lösung zu finden.

Die Angelegenheit soll nun erneut in den politischen Gremien diskutiert werden. Ende April befasst sich der Feuer- und Katastrophenschutzausschuss der Samtgemeinde mit dem Thema — und zwar öffentlich, damit sich die Bürger informieren können.

Henning Brockhöft hat damit sein Ziel erreicht: Aufmerksamkeit für das Problem. Dem Gemeindebrandmeister ist wichtig, dass klargestellt wird: „Nicht die Feuerwehr hat die neue Gebührensatzung veranlasst, sondern der Samtgemeinderat — und zwar auf Druck von oben.“ Der Landesrechnungshof hatte gefordert, Leistungen verstärkt abzurechnen.

Nach dem niedersächsischen Brandschutzgesetz haben Kommunen die Möglichkeit, Feuerwehrgebühren zu erheben. Verpflichtet sind sie dazu nicht. Die Amelinghausener hatten sich angesichts der allgemeinen Finanzlage für die Abgaben entschieden. Es sei nur gerecht, entstehende Kosten einem Verursacher aufzuerlegen, heißt es zur Begründung. Außerdem könnte so die Kostenposition Feuerwehr in den kommunalen Haushalten entlastet werden.
( Bericht von der Landeszeitung Lüneburg )

 
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